Trauung / Ehe
Trauung / Ehe

Die Trauung

Wir freuen uns, dass Sie sich für das Sakrament Ehe interessieren.

Ehe in der Schöpfungsordnung

Gott der Dreifaltige hat den Menschen – in Mann und Frau – geschaffen als Abbild Seiner selbst; so wie Gott in sich Beziehung und Liebe ist, sind Mann und Frau dazu geschaffen, diese bräutliche Liebe in ihrer Liebe abzubilden. Daher kann man hier in gewisser Weise von einer Grundberufung jedes Menschen sprechen.

So wie Gott eigentlich EIN Gott in drei Personen ist, so entsteht bei der Ehe von Mann und Frau eigentlich eine neue Einheit, ein neues Wesen, ein Bundeswesen. Daher ist der Ehebund auf Treue ausgelegt, und das Trennen würde einem Zerreißen dieses Bundeswesens gleichkommen. Daher versteht sich in der Schöpfungsordnung Gottes die Ehe auch als unauflöslich.


Ehe als Sakrament - Spiritualität

Die Ehe als Sakrament ist Zeichen, Gnadenquelle und Werkzeug der Heiligung. Die Eheleute schenken einander die Gegenwart Christi und die Erlösergnade des Gekreuzigten. Daher schließt die Ehe auch die Last als Heilsweg mit ein und ist ein mystischer Weg zur Heiligung. Im Glauben dürfen die Eheleute empfangen, was Christus ihnen schenken will, um sie zu wandeln und zu heiligen.

Das "tiefe Geheimnis" (Eph 5,32) von dem Paulus spricht, gilt als Sakrament ein Leben lang und meint das bedingungslose Opfer füreinander und das Bemühen, "jederzeit in der Liebe Gottes füreinander dazu sein" (vgl. Die Feier der Trauung, Herder Verlag).

Ehe als Geschenk der Heilung

Der Mensch ist gedacht als Bundeswesen, Mann und Frau gemeinsam sind der Mensch. In der Gemeinschaft von Mann und Frau wird der Mensch erst ganz. Jesus möchte der Schöpfung Heilung schenken, und so werden die Eheleute aneinander ganz, sind einander Geburtshelfer in der Ganzheit. Die Eheleute sind einander aufgegeben, um einander den Dienst der Heilung und Liebe zu erweisen, einander hervorzulieben, einander Ermutigung und Rückhalt zu sein.

Eheleute, die ganz in Gottes Gnade verwurzelt sind, können einander Liebe schenken ohne Vorleistung, ohne dass der Partner sich diese Liebe verdienen muss. Sie dürfen einander Sonne der Liebe sein – in der Kraft Jesu – und bereit sein, stets einen neuen Anfang zu machen.

Ehe und Elternschaft

Die Liebe der Eheleute schenkt sich weiter in den Kindern. Eine Liebe, die die Fruchtbarkeit von vornherein ausschließt, ist nicht wirklich bereit zur Hingabe. Kinder sind Teilhabe am Schöpfungswerk Gottes.

Ehe als Abbild der Gemeinschaft in Gott

Auf alle Menschen (Eheleute, Ledige, Zölibatäre) wartet einmal der endgültige Bund der Liebe, der sich in der Ehe und in der Eucharistie vorbereitet, und für den die Ehe hier auf Erden Vorausbild ist. Es wird erfüllte Liebe sein, Himmlische Hochzeit, Ganzhingabe, ewiges Ineinanderfließen, Verströmen. Dieser Bund mit Gott und untereinander wird einmal die unendliche Wirklichkeit für jeden sein. Die Erfüllung wird alles, was wir ahnen, bei weitem übersteigen.

Ehe als Sakrament – rechtliche Voraussetzungen

Für eine sakramentale Ehe müssen die Brautleute getauft und sollten wenn möglich auch gefirmt sein. Die Kirche wünscht ausdrücklich die Vorbereitung durch eine gültige Beichte. Um der Verbundenheit in Christus willen empfiehlt es sich, die Ehe im Rahmen einer Hl. Messe zu schließen und die Hl. Kommunion gemeinsam zu empfangen. Eine Ehe unter Nicht-Getauften ist als Naturrechts-Ehe gültig, aber nicht sakramental.

Eine gültige Eheschließung ist auch möglich, wenn nur einer der beiden Partner katholisch ist, d.h. der andere Partner einer anderen christlichen Konfession, einer anderen Religion oder keiner Glaubensgemeinschaft angehört.

Die Ehe kommt zustande durch das freie gegenseitige Versprechen (CIC can. 1057 §1) - also frei von Zwängen und nicht durch ein Natur- oder Kirchengesetz gehindert.

Da die Ehe eine Lebensform in der Kirche darstellt, hat die Eheschließung innerhalb der öffentlichen Liturgie der Kirche und in Anwesenheit von Zeugen stattzufinden.

Eine gültig geschlossene und vollzogene Ehe ist unauflöslich.


Wegweiser zur Planung der Trauung in den Kirchen St. Bonifatius, St. Lukas und St. Ottilia

  1. Trauungstermin: Für die Trauung in der Kirche St. Bonifatius, St. Lukas oder St. Ottilia ist frühzeitig mit dem kath. Pfarramt St. Franziskus Horas ein Trautermin zu vereinbaren (Trauungen in der Regel samstags zwischen 13.00 Uhr und 15.00 Uhr).
  2. Pfarrer: Hochzeitspaare aus der Pfarrei St. Franziskus können von dem Ortspfarrer oder den Diakonen getraut werden. Wenn Sie aus einer anderen Pfarrei stammen, bringen Sie bitte Ihren Geistlichen aus der Heimatpfarrei mit, bzw. suchen Sie sich einen Geistlichen, und teilen dies bitte dem Pfarramt St. Franziskus mit.
  3. Ehevorbereitungsprotokoll ist im Pfarramt der Pfarrei zu erstellen, in der Braut oder Bräutigam oder beide wohnen.
  4. Taufzeugnis (Auszug aus dem Taufbuch) ist in dem Pfarramt zu besorgen, in dem die Taufe stattgefunden hat. Das entfällt, wenn die Wohnsitzpfarrei auch die Taufpfarrei ist.
  5. Brautleutekurs: Bitte erfragen Sie Termine und Ort im Pfarramt St. Franziskus oder im Bischöfliches Generalvikariat Fulda (Tel. 0661/87-0).
  6. Brautgespräch: Der Gottesdienstablauf der Trauung (Lieder, Lesungen, etc.) muss mit dem trauenden Geistlichen abgesprochen werden.
  7. Lesungen und Fürbitten: Biblische Lesung und Evangelium können selbst ausgesucht werden. Fürbitten können selbst erstellt werden. Vorschläge und Vorlagen beim Brautgespräch erfragen. Die Lesung und die Fürbitten sollten von Lektoren gelesen werden. Vielleicht sind die Trauzeugen, Angehörige oder Freunde bereit dazu.
  8. Stammbuch nach der standesamtlichen Trauung zum Eintrag der kirchlichen Hochzeit im Pfarramt St. Franziskus abgeben.
  9. Organisten: Bitte kümmern Sie sich frühzeitig um einen Organisten (Kosten sind mit dem Organisten zu vereinbaren)
  10. Liederheft für den Trauungsgottesdienst bitte selbst erstellen (Lieder bitte mit Trauungsgeistlichem und Organist frühzeitig abstimmen).
  11. Liedauswahl und musikalische Gestaltung: Zulässig sind ausnahmslos nur für den Gottesdienstgebrauch geeignete Lieder. Ebenso gilt für die musikalische Gestaltung durch Sänger oder Musiker: dem Anlass entsprechende Auswahl. Die Musik von CD, DVD, Laptop, etc. ist zulässig (nach Absprache). Gerne helfen wir oder die Organisten Ihnen bei der musikalischen Gestaltung.
  12. Blumenschmuck: Besonderer Blumenschmuck ist selbst zu organisieren. Altar bitte nicht mit Blumen überladen. Blumenschmuck an den Bänken darf nur angebunden, nicht angeklebt werden. Bitte den Blumenschmuck miteinander besprechen, wenn mehrere Trauungen an einem Tag stattfinden.
  13. Messdiener: Wenn Sie in Ihrem Verwandten- oder Freundeskreis Messdiener haben, können diese gerne ministrieren, ansonsten organisiert das Pfarramt St. Franziskus Messdiener.
  14. Reis und Blumen: Wir bitten Sie unbedingt Ihre Gäste darauf hinzuweisen, weder in noch vor der Kirche Reis zu streuen. Zum einen ist es ein heidnisches Fruchtbarkeitssymbol, zum anderen ein Lebensmittel und sowohl bei Trockenheit, als auch bei Nässe, entsteht Rutschgefahr. Blumenkinder können gerne vor der Kirche Blumen streuen (keine Kunststoffblumen/-blätter), aber bitte nicht in der Kirche, da die durch das Darüberlaufen entstehenden Flecken, sich nicht mehr (oder nur sehr schwer) aus dem Sandstein/Fliesen entfernen lassen.
  15. Fotografieren und Filmen ist grundsätzlich möglich. Achten Sie bitte darauf, dass nur ein Fotograf tätig ist und dieser dezent arbeitet. Während des Kommunionempfangs des Brautpaares und der anderen Gottesdienstbesucher ist das Fotografieren nicht erwünscht.